• Volle Brutwaben im Mai

    Jetzt ist die Schwarmzeit der Bienen. Aus einer solchen Wabe schlüpfen an einigen Tagen 3 bis 5000 Bienen. Man kann sich vorstellen, dass es so schnell eng im Bienenstock wird! Sind erst einige Bienen arbeitslos und wurden genügend Pollen- und Honigvorräte eingelagert, entschließt das Volk sich zu vermehren und beginnt junge Königinnen aufzuziehen. Sind die Jungköniginnen schlupfreif und das Wetter schön, zieht der Schwarm aus dem Imkerkasten aus. Ein Naturschauspiel sondergleichen!

    Für den Imker ist das nicht immer sehr positiv. Die Bienen machen sich mit ca. 3 kg Honig und der Hälfte der Mannschaft auf den Weg in ein neues zu Hause. Die Altkönigin führt den Schwarm an. Bei starken Völkern können auch noch Nach-Schwärme abgehen, bis das verbleibende Volk im Imkerkasten sehr klein geworden ist. Jetzt ist erst einmal eine Brutpause angesagt, bis die junge Königin von Ihrem Hochzeitsflug zurückkehrt und wieder Eier legt. Diese natürliche Brutpause läßt auch die Population der Varroamilbe zum Stillstand kommen. Die Varroamilbe benötigt Brutzellen, um sich zu vermehren.

    Bienenschwarm hängt überm Zaun. Leider findet ein Bienschwarm heute oft kein geeignetes natürliches zu Hause.

    Der Schwarm mit der Altkönigin findet in unserer aufgeräumten Agrar- und Forstlandschaft kaum ein geeignetes zu Hause. Es fehlt an Baumhöhlen oder anderen trockenen, windgeschützten Verstecken. Felsen und Felsspalten suchen die Bienen hier im Norden vergeblich. Meistens läßt er sich in Baumkronen nieder und errichtet ein neues Wabenwerk. Dieses wir jedoch beim nächsten starken Wind oder Regen zerstört.  Daher fangen Imker Bienenschwärme auch gern wieder ein. Denn ein Schwarm kann man sehr gut weiter bewirtschaften, da ja schon eine eierlegende Königin und erfahrene Bienen vorhanden sind. Mit etwas Futter und einem guten neuen Aufstellplatz, hat der Imker ein neues (altes) Volk dazu gewonnen.

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